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Nidda: Mutmaßlicher Fall von Cybermobbing

Nidda: Mutmaßlicher Fall von Cybermobbing

Nicht an die Wirkung seines Handelns hat offenbar ein jüngerer Mann aus dem Raum Nidda gedacht, als er Bilder und Fotos mit pornografischem Inhalt in den letzten Tagen ins Internet stellte.

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Offensichtlich hatte der Mann die Bilder und Videos mit einer ihm bekannten Frau in Verbindung gebracht und dies zusammen in einem bekannten sozialen Netzwerk eingestellt. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Beleidigung auf sexueller Basis aufgenommen. Solches Handeln kann durchaus ernsthafte Folgen für den mutmaßlichen Täter haben. Die Ermittlungen zu diesem Fall dauern an.

Der Fall zeigt zum wiederholten Mal auf: Werden erst einmal verunglimpfende Bilder und fiese Beleidigungen über eine bestimmte Person im Internet verbreitet, ist es schwer, alle Inhalte endgültig zu löschen. Deswegen sollte man sich im Internet grundsätzlich vorsichtig bewegen. Insbesondere wenn man in Sozialen Netzwerken aktiv ist, sollten nicht zu viele persönliche Daten für jedermann zugänglich sein. Viele fragen sich, was zu tun ist, wenn man im Internet beleidigt oder gemobbt wird: Hierzu einige Tipps Ihrer Polizei:

a) Beleidigende oder sogar bedrohliche E-Mails sollten nicht toleriert werden. Kinder und Jugendliche sollten aber nicht direkt auf solche E-Mails oder SMS antworten, sondern Eltern und andere Vertrauenspersonen einbeziehen. Vertrauen Sie sich Freunden oder Eltern an. Bei Schülern sollte auch die Schule informiert werden.

b) Bewahren Sie Beweismaterial auf: Speichern Sie die verbreiteten Bilder und beleidigende E-Mails und SMS.

c) Wenden Sie sich in schwerwiegenden Fällen sofort an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

d) Bilder und Videos, die ohne Erlaubnis des darin Gezeigten veröffentlicht werden, sollten immer wieder gelöscht werden. Die Löschung kann über den Netzwerk-Betreiber vorgenommen werden. Auch so genannte Fake-Profile (die andere im Namen des Betroffenen erstellt haben) können so ebenfalls aus dem Netzwerk entfernt werden. Hinweis: Je nach Netzwerkbetreiber sind die Voraussetzung für das Löschen von Daten, Bildern oder ganzen Profilen unterschiedlich.

e) Geben Sie möglichst wenig Daten von sich im Internet preis. Geben Sie in Profilen von Sozialen Netzwerken niemals die vollständige Adresse oder die Handynummer an. Stellen Sie möglichst wenige Bilder und Videos von sich selbst ins eigene Profil ein.

f) Beachten Sie beim Anlegen Ihres Profils die Sicherheitseinstellungen für den privaten Bereich. Geben Sie diesen Privatbereich nicht für jedermann frei. Prüfen Sie stattdessen jede Freundschaftsanfrage. Grundsätzlich sollten Sie nur Ihrem engsten Freundeskreis (also Personen, die Sie auch aus dem realen Leben gut kennen) diesen Bereich zugänglich machen. Diese Vorsichtsmaßnahmen schützen Sie beispielsweise auch vor Phishing-Attacken oder Schadsoftware.

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