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Nidda: Renaturierungen auch innerorts sinnvoll

Nidda: Renaturierungen auch innerorts sinnvoll

Die Ressource Wasser ist viel zu wichtig, als dass man die Diskussion darüber nur Fachleuten überlassen könnte.

Evonik

usanauheimLandrat Joachim Arnold lädt deshalb zu einer Informationsreihe „NiddaTalk“ ein, deren erste Veranstaltung am kommenden Dienstag, dem 24. November, um 19 Uhr, im Kulturzentrum Theater Altes Hallenbad Friedberg stattfindet.

Gewässerrenaturierungen sind auch innerhalb der Ortslagen sinnvoll, wie unlängst die Renaturierung der Wetter in Dorheim zeigte. „Die Renaturierungen“, so Landrat Joachim Arnold, „sind die Voraussetzungen, um die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen.“ Diese schreibt vor, dass alle Gewässer einen „guten ökologischen Zustand“ erreichen müssen. Durch die Schaffung von Strömungslenkern, Buhnen genannt, entstehen Stromstellen und stillere Gewässerabschnitte. Kiesbänke bieten Lebensraum für Fische und Kleinlebewesen. Zusätzlich verbessern sich die Lebensbedingungen für andere ans Wasser gebundene Tiere wie Eisvogel, Storch oder Amphibien.

Naherholungswert der Gewässer

„Neben den Erfordernissen des Naturschutzes bieten Renaturierungen zugleich die Chance, den Erholungswert der Gewässer entscheidend zu verbessern. Ein Landschaftsbild mit Uferbereichen, die mit Bäumen und Büschen bewachsenen sind, oder auch Feuchtwiesen mit großer Vielfalt sind für Erholungsuchende und Wanderer deutlich schöner anzuschauen als kanalartig ausgebaute Flusssysteme“, weiß Landrat Joachim Arnold aus vielen Wanderungen durch die Wetterau.

Renaturierungen innerhalb der Ortslagen sind häufig durch die Bebauung und Hochwasserschutz Grenzen gesetzt, aber auch hier lassen sich durch den Einbau ökologischer Elemente, wie Buhnen und Aufweitungen, das Strömungsverhalten verändern und neue Lebensräume schaffen. „Gerade innerorts lassen sich durch solche Maßnahmen optisch attraktive Bereiche schaffen. Damit können wir auch dazu beitragen, ökologisch sensible Flussabschnitte stärker zu schützen. Unter dieser Maßgabe wurden beispielsweise die Nidda in Bad Vilbel (Neue Mitte) und die Usa in Bad Nauheim naturnah umgestaltet. Aktuell entsteht ein „Flusserlebnisufer“ in Nidda, und im nächsten Jahr ist der Beginn der innerstädtischen Renaturierung der Nidda in Karben vorgesehen.

Um die Gewässerqualität der Nidda weiterzuverbessern, findet derzeit das Forschungsprojekt „NiddaMan“ unter Federführung der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt statt. In diesem Rahmen lädt Landrat Joachim Arnold gemeinsam mit weiteren Partnern zur Bürgerinformationsreihe „NiddaTalk“ ein.

An der Veranstaltung beteiligen sich mehrere Wissenschaftler mit Impulsvorträgen. Anschließend sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Podiumsdiskussion eingeladen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.niddaman.de.

Fotos: Sitzstufenanlage Bad Vilbel Neue Mitte und die Usa in Bad Nauheim.

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