Die Staatsanwaltschaft wirft einem der in den Jahren 2002 und 2000 in Hanau geborenen und heute 24 bzw. 25 Jahre alten, in Untersuchungshaft befindlichen Angeklagten deutscher Staatsangehörigkeit mit ihrer Anklageschrift vor, am 24.03.2025 in Steinau als „Abholer“ für eine Gruppierung tätig gewesen zu sein, die mit dem Modus-Operandi der „falschen Polizeibeamten“ Straftaten begeht. So soll der Angeklagte sich als vermeintlicher Polizeibeamter mit einer 81-jährigen Geschädigten getroffen und diese zur Übergabe von 10.000 € Bargeld unter dem Vorwand gebracht haben, dass die Polizei das Geld gegen einen möglichen Einbruch sichern wolle.
Zudem sollen sich die beiden Angeklagten gemeinsam dazu verabredet haben, am 29.07.2025 zunächst in Langenselbold weitere Munition für eine dem zweiten Angeklagten gehörende, zur funktionsfähigen Schusswaffe umgebaute Schreckschusspistole zu holen, und sich sodann unter Mitführung der Waffe mit einem unbekannten Dritten und dessen Begleiter zu treffen, um diese Person zu töten. Hintergrund soll dabei gewesen sein, dass die beiden Angeklagten Schulden bei der unbekannten dritten Person gehabt haben sollen. Zur Durchführung der Tat kam es nicht, da die Angeklagten zuvor in Langenselbold festgenommen werden konnten.


