26 Schülerinnen und Schüler machten sich gemeinsam mit den Lehrkräften Lara Reimer und Dr. Maximilian Becker auf den Weg nach Oświęcim in Polen. Organisiert wurde die Fahrt erneut von Alexander Rohrbeck.
Als Europaschule ist es der Kopernikusschule ein besonderes Anliegen, historisches Lernen mit Fragen der Gegenwart zu verbinden. Die Gedenkfahrt nach Auschwitz gehört dabei zu den eindrücklichsten Angeboten der politischen und historischen Bildung. Sie ermöglicht den Jugendlichen eine intensive Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und mit der Verantwortung, die aus der Erinnerung erwächst.
An den ersten beiden Tagen besuchte die Gruppe sowohl das ehemalige Stammlager Auschwitz I als auch das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. In zwei Führungen erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Geschichte des Lagerkomplexes, die Lebensbedingungen der Häftlinge und das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen. Viele Teilnehmende nutzten darüber hinaus die Möglichkeit, sich in den Länderausstellungen im Stammlager mit den Schicksalen deportierter Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern auseinanderzusetzen.
Ein Seminar am zweiten Tag vertiefte die Eindrücke der Gedenkstättenbesuche. Anhand von Gegenständen aus der damaligen Zeit beschäftigte sich die Gruppe mit individuellen Geschichten und konkreten Spuren der Vergangenheit. Gerade diese persönlichen Zugänge machten deutlich, dass hinter den historischen Zahlen einzelne Menschen, Familien und zerstörte Lebenswege stehen.
Ein weiterer Programmpunkt führte die Gruppe aus Freigericht am dritten Tag nach Krakau. Dort erkundeten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Führung das jüdische Viertel und besuchten eine aktive Synagoge. Der Tag endete in einem jüdischen Restaurant und eröffnete damit auch einen Blick auf jüdisches Leben, Kultur und Gegenwart in Polen.
Besonders wichtig waren während der Fahrt die abendlichen Reflexionsrunden. Nach den intensiven Eindrücken aus Auschwitz und Birkenau boten die begleitenden Lehrkräfte Dr. Maximilian Becker und Lara Reimer den Schülerinnen und Schülern einen geschützten Raum für Gedanken, Fragen und Gefühle. Hier konnten die Jugendlichen das Gesehene einordnen, miteinander ins Gespräch kommen und ihre persönlichen Eindrücke verarbeiten.
Die Studienfahrt war für alle Beteiligten eine tief bewegende und nachhaltige Erfahrung. Sie zeigte, wie wichtig Erinnerungsarbeit gerade für junge Menschen bleibt. Die Kopernikusschule setzt mit der Fahrt ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen und für eine Haltung, die aus der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit Verantwortung für Gegenwart und Zukunft ableitet.



