"Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen reagiert auf Trumps Vorstellungen über das Dreieck Amerika - Grönland - Europa mit dem in vielen Medien veröffentlichten Satz: 'US-Angriff auf Grönland wäre Ende der Nato'. Mette Frederiksen hat seit 2009 immerhin einen Master in Afrikawissenschaften und macht ja eine vergleichsweise gute politische Figur in Europa. Ihre Aussage über das Ende der NATO zeigt aber doch auch, welche Dummheit in europäischen Staaten heute ganz oben regiert.
Niemand kann über das Ende der NATO bestimmen. Dänemark kann allenfalls aus der NATO austreten. De facto wäre das sinnlos im Zusammenhang mit der 'Amerika-, Grönland- und Europa-Dreiecks-Frage' über eine optimale gemeinsame Nutzung der Möglichkeiten von Grönland. Und dabei bitte nicht vergessen: Klassisch formuliert, ist Grönland zur Zeit immer noch nur eine Kolonie von Dänemark, die noch nicht "unabhängig" geworden ist. Das ist eine bemerkenswerte Besonderheit, die logischerweise in den europäischen Königreichen nicht so im Focus steht wie in echten Republiken."
Dr. Gerhard Stehlik
Hanau
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Den amerikanischen Ureinwohnern Grönlands und den dorthin übersiedelten Europäer könnte die Form der demokratischen "Oberhoheit" eigentlich ganz egal sein, Hauptsache ihr Wohlstand mehrt sich wie überall auf der Welt durch Naturwissenschaft und Technik in Freiheit und in Wirklichkeit.