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Keiler Bier

Chinesisches Frühstück am Albert-Einstein-Gymnasium

Chinesisches Frühstück am Albert-Einstein-Gymnasium

Am vergangenen Mittwoch, 03.06.2026, duftete es durch das ganze B-Gebäude im am Albert-Einstein-Gymnasium nach Jianbing, chinesisches Crêpe, mit dem das Chinesisch-WPU des 10. Jahrgangs jeden verzaubert hat.

Taste of Whisky

Während es in China als typisches Streetfood in jeder Ecke zu finden ist, war es das Highlight unserer kulinarischen Kochkünste. Jianbing isst man zum Frühstück und kann man mit gefüllten und herzhaften Crêpes vergleichen, die beispielsweise Sojabohnenpaste, schwarzen Sesam, Eier, Frühlingszwiebeln, Koriander und Salat enthalten. Die eigentliche Zubereitung ist recht leicht, die Vorbereitung allerdings zeitaufwendig. Denn bevor man sich auf das Backen stürzt, muss die Füllung der "Crêpes", also die Frühlingszwiebeln, der Koriander und der Salat zurechtgeschnitten werden. Außerdem sind die Wantan-Teigblätter zu frittieren, um den typischen Crunch zu erzielen. Diese Teigblätter sind hauchdünn, meist quadratisch und kann man sich wie Brotchips vorstellen. Nach dieser großen Vorbereitung, kann nur noch ein Meisterwerk warten.

Als erstes vermengt man Wasser mit zwei Sorten Mehl für den Teig, den man auch ohne Öl auf den vorgeheizten Crêpesmaker gleichmäßig verteilt. Nachdem der Teig etwas goldbraun ist, schlägt man ein Ei darauf und verteilt auch dieses gleichmäßig in alle Ecken und Kanten und überstreut es mit schwarzem Sesam. Wenn auch das Ei fertig ist, benötigt man kulinarische Geschicke aus der französischen Küche zum Wenden vom Jianbing, genauso wie bei Crêpes. Nun gibt man die passenden Soßen, wie z.B. die Sojabohnenpaste auf eine Seite des Jianbings. Auf diese Seite legt man auch die vorher geschnittenen Zutaten, Salat, Koriander und Frühlingszwiebeln, je nach Lust und Laune. Außerdem kommen noch zwei der Wantan-Teigblätter hinzu.

Abschließend faltet man die nicht-belegte Seite auf die Belegte und dann nocheinmal in der Mitte. Doch das Wichtigste folgt noch: diese Geschmacksexplosion genießen, gemeinsam in einer großen Runde. So hatten nicht nur die Mitglieder des Wahlunterrichts das Vergnügen, sondern auch Nachbarn, die aus dem Fenster schauten.

Insgesamt war es eine wundervolle Atmosphäre, die ein Schuljahr Chinesischlernen gemeinschaftlich abgerundet hat. Denn nicht nur können wir alle Smalltalk auf Chinesisch führen, wir nehmen auch Kulturelles mit auf den Weg, das wir außerhalb des Unterrichts gelernt haben, sei es auf einem Tagesausflug nach Frankfurt, zum Chinesischem Garten und dem Konfuziusinstitut, oder einem Kinonachmittag, zu dem Gäste zahlreich erschienen und sich mit einer jahrhundertelangen Legende befassten.

Somit hatten wir eine einzigartige Erfahrung, die unseren Wortschatz um eine weitere Sprache, unser Allgemeinwissen bis nach Asien und unseren Bekanntenkreis um nette Leute erweitert hat.

Text: Selin Yalta, 10e

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