TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Präventionsworkshop zu Vapes an Erich Kästner-Schule

Präventionsworkshop zu Vapes an Erich Kästner-Schule

Wie funktionieren Vapes eigentlich? Warum wirken sie auf Jugendliche so attraktiv? Und welche gesundheitlichen sowie ökologischen Folgen hat der Konsum?

VORSPRUNG - Print ist offline!

Mit diesen und vielen weiteren Fragen setzten sich die Schülerinnen und Schüler aller vier achten Klassen der Erich Kästner-Schule Maintal in einem umfangreichen Präventionsworkshop auseinander.

Durchgeführt wurde die Veranstaltung von Tanja Galler-Vogt, klinische Sozialarbeiterin der Fachstelle Prävention des Suchtzentrum Maintal. Organisiert und koordiniert wurde der Präventionsworkshop von Katrin Schumann, Suchtbeauftragte der Erich Kästner-Schule Maintal. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den Klassenlehrkräften des 8. Jahrgangs sowie von Meryem Yesilova, Stufenleiterin für die Jahrgänge 7/8. Ziel des Workshops war es, Jugendliche frühzeitig über Risiken von Vapes und Nikotin aufzuklären und sie für Themen wie Sucht, Werbung, Konsumverhalten und Umweltfolgen zu sensibilisieren.

Bereits zu Beginn wurde deutlich, wie präsent das Thema im Alltag vieler Jugendlicher ist. Nach einer kurzen Vorstellung der Fachstelle Prävention und einem gemeinsamen Gespräch über die Bedeutung von Prävention allgemein – also dem Vorbeugen von gesundheitlichen und sozialen Problemen – startete der Workshop mit einem Einstiegsvideo zum Thema „Vapes“. Im anschließenden Austausch analysierten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Wirkung moderner Vape-Werbung. Besonders auffällig waren für viele die bunten Designs, süßen Geschmacksrichtungen und die gezielte Vermarktung über soziale Medien und Influencerinnen und Influencer. Gleichzeitig diskutierten die Klassen über Jugendschutz, Verbraucherschutz und die wirtschaftlichen Interessen der Herstellerfirmen.

Ein wichtiger Schwerpunkt des Workshops lag auf dem Thema Nikotinabhängigkeit. Galler-Vogt erklärte anschaulich, wie schnell Nikotin abhängig machen kann und was mit dem sogenannten „Craving“ gemeint ist – dem starken Verlangen nach erneutem Konsum. In offenen Gesprächsrunden wurde außerdem darüber diskutiert, ob Vapes tatsächlich „harmloser“ seien als klassische Zigaretten. Dabei lernten die Jugendlichen unter anderem, wie beim Vapen Flüssigkeiten erhitzt und als Aerosole eingeatmet werden und welche gesundheitlichen Risiken damit verbunden sein können.

Besonders aufmerksam verfolgten die Schülerinnen und Schüler den Abschnitt über sogenannte Billig-Vapes, häufig auch als „Tornados“ bekannt. Thematisiert wurden dabei fehlende Qualitätskontrollen, unbekannte Inhaltsstoffe sowie die Tatsache, dass gerade günstige Produkte gezielt junge Menschen ansprechen. Auch die Problematik synthetischer Cannabinoide in sogenannten „Baller Liquids“ wurde aufgegriffen. Hier wurde deutlich gemacht, dass die Wirkung solcher Stoffe oft nicht vorhersehbar ist und erhebliche gesundheitliche Gefahren bestehen können.

Neben den gesundheitlichen Risiken spielte auch der Umweltaspekt eine wichtige Rolle. Mithilfe eines weiteren Videos beschäftigten sich die Klassen mit den Folgen von Einweg-Vapes für Umwelt und Klima. Themen wie Elektroschrott, Plastikmüll, Batterien und Ressourcenverbrauch führten zu angeregten Diskussionen innerhalb der Lerngruppen. Im praktischen Teil des Workshops arbeiteten die Schülerinnen und Schüler anschließend in Kleingruppen zu unterschiedlichen Themenbereichen. Dabei gestalteten sie kreative Informationsplakate, beispielsweise zu den Fragen „Welche gesundheitlichen Folgen können entstehen?“ oder „Welche Rolle spielen Werbung und soziale Medien?“.

Die Ergebnisse wurden anschließend vor der Klasse präsentiert und gemeinsam reflektiert. Viele Schülerinnen und Schüler beteiligten sich aktiv an den Gesprächen, stellten Fragen und brachten eigene Erfahrungen und Beobachtungen ein. Besonders die Verbindung aus Informationen, Diskussionen und kreativem Arbeiten sorgte dafür, dass sich die Jugendlichen intensiv mit dem Thema auseinandersetzten.

"Der Workshop machte deutlich, wie wichtig frühzeitige Präventionsarbeit an Schulen ist. Durch die offene Gesprächsatmosphäre und die lebensnahen Inhalte konnten die Jugendlichen nicht nur Wissen erwerben, sondern auch ihr eigenes Konsumverhalten kritisch hinterfragen", heißt es abschließend aus der Schule.

vapesinetsinemain az

vapesinetsinemain az1

vapesinetsinemain az2

Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
MKK-Jobs