Viele Kinder kennen die Bank, weil sie schon häufig ihre Eltern dorthin begleitet haben. Sie wissen, dort gibt es Geld. Hinter die Kulissen durften sie bei diesen privaten Besuchen noch nicht schauen. Diesmal war das anders. Die Bankangestellten begrüßten die Kinder und hießen sie willkommen. Für ihren Besuch war der Fuchs, den die Kinder als Werbefigur aus dem Fernsehen kannten, in eindrucksvoller Verkleidung eigens angerreist.
Nachdem der Fuchs ausführlich gestreichelt war, erzählten die Bankangestellten den Kindern von ihrer Arbeit. Sie zeigten ihnen in- und ausländische Geldscheine. Die Kinder durften das Papier vergleichen. Die Scheine wurden nicht nur betrachtet, sie durften auch angefasst werden. So manches Kind hielt stolz den Fünfhunderteuroschein in der Hand, der herumgereicht wurde. Auch wenn einige Kinder behaupteten, sie hätten einen solchen Schein in ihrem Taschengeldportemonnaie, waren die meisten doch voller Ehrfurcht angesichts ihrer Ahnung, wie viel Wert der Schein hat.
Anschließend durfte die Gruppe den Tresorraum besichtigen. Die Kinder waren beeindruckt ob der dicken Tür. „Es sieht ein bisschen anders aus als bei Donald Duck“, war einer der Kommentare. Während die größeren Kinder sinnierten, ob die Tür zu knacken sei (keine Angst, es wurde keine Bankräuberpläne geschmiedet), fragten sich die anderen, was die Bankkunden wohl in ihren Schließfächern aufheben würden und freuten sich daran, die schwere Tür mit ihren eigenen Händen einmal bewegen zu dürfen. Zwei Wünsche der Kinder blieben offen: Sie wünschten sich, der Fuchs möge das nächste Mal im Fernsehen die Maske abnehmen, damit sie den Menschen darunter sehen könnten, so wie er sich ihnen in der Bank gezeigt hatte. Das konnte der nette Fuchs leider nicht versprechen. Die zweite unbeantwortete Frage war die nach dem Code für den Tresor, den die Kinder gerne gehabt hätten. Auch damit konnten die freundlichen Bankangestellten nicht dienen.
Nach einer Stärkung mit Apfelsaft und Wasser und nachdem die Kinder ihre zahlreichen anderen Fragen beantwortet bekamen, machten sie sich, ausgestattet mit Luftballons und Spielgeld, auf den Rückweg in den Kindergarten. Ein schönes Erlebnis nahmen sie in jedem Fall mit.




