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Keiler Bier

„Gesunde Schulverpflegung breit zugänglich machen“

„Gesunde Schulverpflegung breit zugänglich machen“

In den vergangenen Jahren hat Schul- und Gesundheitsdezernent Matthias Zach für gesündere Mahlzeiten an Schulen und Kindertagesstätten im Kreisgebiet gekämpft und dabei verschiedene Maßnahmen vorangebracht.

So hat sich der sogenannte „zuckerfreie Vormittag“ nahezu flächendeckend in den Betreuungseinrichtungen durchgesetzt. Mit der Aktion „Gesundes Frühstück“ wurde im vergangenen Jahr zudem rund 1.000 Kindern aus allen zweiten Klassen der 17 Hanauer Grundschulen beispielhaft ein gesundes Frühstück zur Verfügung gestellt. „Gesunde Ernährung bedeutet auch Gesundheitsvorsorge. Daher wollen wir gesunde Schulverpflegung breit zugänglich machen“, so Zach.

Derzeit befinde sich der Main-Kinzig-Kreis in Gesprächen, wie die vielfältigen Aktionen noch mehr Unterstützer finden. „Die Ansätze sind zwangsläufig unterschiedlich, wenn wir die ganz Jungen ebenso erreichen wollen wie die älteren Jugendlichen in den weiterführenden Schulen“, stellt der Kreisbeigeordnete Matthias Zach klar. Doch nicht jede Einrichtung nutze die Programme gleichermaßen.

„Gerade in Schulen mit großem Einzugsgebiet und einem hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien brauchen wir niedrigschwellige Angebote, um leicht und möglichst breitflächig Kompetenzen für einen gesundheitsbewussten Lebensstil zu vermitteln. Das wiederum können wir nicht alleine durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts leisten. Hier sind wir auf die Mithilfe anderer Akteure aus dem Gesundheitswesen angewiesen“, so Zach. Aus diesem Grund werde er in Kürze das Gespräch mit Krankenkassen suchen, um die Präventionsarbeit im laufenden Jahr auszuweiten.

„Letztlich geht es uns mit den Aktionen nicht nur darum, Kinder auf den Geschmack von gesunden Mahlzeiten und ausgewogenem Essverhalten zu bringen. Es ist auch gerade in der kalten Jahreszeit ein Beitrag, um das Immunsystem der Kinder und Jugendlichen zu stärken“, erklärt Zach. Die Herangehensweise sei in der Regel sehr spielerisch, etwa wenn Erwachsene mit Schulkindern Gemüseskulpturen für ein Frühstücksbüfett schnitzen. „Ich erlebe in solchen gemeinsamen Aktionen, dass die Kinder richtiggehend Hunger und Lust bekommen auf das, was sie da mit Hingabe zubereiten. Über die Kinder werden die Eltern erreicht, und über sie wiederum erreichen wir in vielen Fällen auch eine tatsächliche Ernährungsumstellung, wenn auch nur in kleinen Schritten“, berichtet der Kreisbeigeordnete.

Foto: Lollies und Schiffe aus Gemüse: In der Aktion „Gesundes Frühstück“ gehört das Schnitzen mit Gurken, Paprika und Karotten zum festen Bestandteil, um die Kinder so spielerisch für dieses Essen zu interessieren. Das Bild entstand im Mai vergangenen Jahres in einer Nidderauer Kita.

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