Gemäß des beschlossenen Regionalen Nahverkehrsplans des RMV soll auch diese Bahnstrecke elektrifiziert werden.
In der NKU sollen folgende Schwerpunkte untersucht werden:
⦁ die durchgehende Elektrifizierung der Strecke,
⦁ den zweigleisigen Ausbau oder zumindest den Bau weiterer Kreuzungsmöglichkeiten,
⦁ die Verlegung/Begradigung der Station Schöneck-Kilianstädten,
⦁ die Prüfung zusätzlicher Trassenbelegungsmöglichkeiten auf der Main-Weser-Bahn und dem Frankfurter Hauptbahnhof.
Mit der Ertüchtigung der Niddertalbahn soll die neben der Kinzigtalbahn zweitwichtigste Bahnstrecke im Main-Kinzig-Kreis der weiterhin wachsenden Bevölkerung und der anhaltenden Prosperität in diesem Raum Rechnung getragen werden.
Die NKU wird schätzungsweise 100.000 Euro kosten. Der RMV wird davon 50 Prozent übernehmen, der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe 25 Prozent und der Main-Kinzig-Kreis über seine Kreisverkehrsgesellschaft 10 Prozent. Jeweils 5 Prozent tragen die Kommunen Niederdorfelden, Nidderau und Schöneck. Die Untersuchung wurde auf Betreiben des Verkehrsdezernenten des Main-Kinzig-Kreises Matthias Zach hin angestoßen. Anlässlich einer Konferenz zur Niddertalbahn im Juni 2015 in Gelnhausen hatte er auf die große Bedeutung dieser Schienenstrecke hingewiesen.
Der Kreisbeigeordnete betont, dass die Politik des Kreises sich ihrer Verantwortung bewusst ist, den Bürgerinnen und Bürgern ein modernes und effizientes Nahverkehrssystem anzubieten. Dem seit einigen Jahren anhaltenden Trend der Fahrgastzuwächse auch auf der Niddertalbahn wird mit dem vorgesehenen Ausbau Rechnung getragen. „Der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main hat eine Wohnungsbedarfsprognose für jede seiner 75 Mitgliedskommunen bis zum Jahr 2030 erstellt. Insgesamt wurde dabei ein Bedarf von gut 184.000 Wohnungen ermittelt und alle Mitgliedskommunen wurden aufgerufen, sich dieser Herausforderung zu stellen“, erläutert Matthias Zach. „Gerade unter diesem Aspekt ist der Ausbau von ÖPNV-Angeboten dringend erforderlich, wenn unsere Infrastruktur dem gewachsen sein soll. Um ein zukunftsfähiges und attraktives Angebot für unsere Bürgerinnen und Bürger zu sein, sind der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke unumgänglich.“ Alle Beteiligten haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, mit Auslauf des aktuellen Verkehrsvertrages Ende 2027 große Teile des Modernisierungsprogramms umzusetzen.


