So jedenfalls sieht es ein Antrag der Fraktion der Freien Wähler Main-Kinzig (FW) vor. Die Wählergemeinschaft bringt den Antrag in die kommende Kreistagssitzung am 13. Februar ein. Es ist menschlich immer ein Schicksalsschlag, aber man müsse nüchtern feststellen, dass die Zahl der Patienten mit Behandlungsbedarf im Bereich der Onkologie steige. „Dies stellen wir auch an unserem Klinikstandort in Gelnhausen fest“, so Carsten Kauck, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag und Mitglied im Aufsichtsrat der Kliniken. Derzeit verfüge Gelnhausen über eine Onkologische Gemeinschaftspraxis am Standort der Klinik sowie über eine ausgezeichnete Viszeral- und Onkologische-Chirurgie als Teil der Klinik.
„Wir starten hier mit guten Voraussetzungen für den Ausbau der Patientenversorgung im onkologischen Bereich“, so Heinz Breitenbach, Mitglied der Gesellschafter-Versammlung der Main-Kinzig-Kliniken. Ein kommunales Krankenhaus in Hessen könne durchaus ein Onkologisches Zentrum etablieren, wenn es die DKG-Kriterien erfülle und in die regionalen Strukturen des Hessischen Onkologie-Konzeptes (HOK) eingebunden ist. Eine Zertifizierung sei für die Anerkennung als Onkologisches Zentrum nach DKG-Standard ebenso erforderlich, wie die Erfüllung verbindlicher Qualitätsstandards zur Anerkennung der Klinik als G-BA-Zentrum durch den Gemeinsamen Bundesausschuss.
Die Freien Wähler Main-Kinzig halten die Erfüllung aller Voraussetzungen für machbar. „Ein Onkologisches Zentrum am Standort unserer Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen würde nicht nur den Klinikstandort in seiner medizinischen Versorgung und in finanzieller Sicht stärken“, so Kauck und Breitenbach. Ein solches Zentrum würde den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis auch die Möglichkeit bieten, eine deutlich erweiterte und qualitativ sehr gute onkologische Versorgung vor Ort zu bekommen. Lange mühsame Wege in entfernt liegende Kliniken wären dann nicht mehr erforderlich.



