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Palliativversorgung in Alten- und Pflegezentren ausbauen

Palliativversorgung in Alten- und Pflegezentren ausbauen

Der Kreisausschuss will die Palliativversorgung in den Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises verbessern. Dazu wurde eine entsprechende Ausbildungsoffensive beschlossen.

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„Eine wesentliche Voraussetzung ist die fachliche Qualifikation von Mitarbeitern durch eine spezielle Weiterbildung zur Palliativ-Care-Fachkraft“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD). Dieser Schritt bedeute nun die Umsetzung eines weiteren Meilensteins auf dem Weg zu einer besseren palliativen Versorgung und einer würdevollen Begleitung in der letzten Lebensphase.

Schon die Sanierung des alten Sandsteinhauses als Bestandteil des Kreisruheheims Gelnhausen zur künftigen Verwendung als Hospiz war die bewusste Entscheidung des Kreisausschusses, Menschen auch auf ihrem letzten Lebensweg eine menschenwürdige Begleitung sicherzustellen. Diese neu geschaffene Einrichtung sei ein ganz wichtiger Schritt zur Erhaltung der Menschenwürde auch auf dem letzten Lebensweg.

Wie die Erste Kreisbeigeordnete berichtet, spiele die Sterbebegleitung eine immer größere Rolle und sei zu einem der wichtigsten Themen in der stationären Altenhilfe geworden. Dieser Trend habe sich auch im Vergleich der Palliativ-Oase im Wohnstift Hanau zu den anderen Wohnbereichen im Haus bestätigt. Während aus den normalen Wohnbereichen 25 Prozent der Bewohner in der letzten Lebensphase nochmals in ein Krankenhaus verlegt wurden, waren dies im Jahr 2016 in der Palliativ-Oase nur noch 2 Prozent. „Die Verbesserung der palliativen Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen ist daher ein wichtiges und unverzichtbares Ziel“, macht Simmler deutlich.

Der Main-Kinzig-Kreis hat diese Zielrichtung in den zurückliegenden Jahren durch den Aufbau der Palliativ-Oase im Wohnstift Hanau, die Finanzierung des Hospizes St. Elisabeth Kinzigtal in Gelnhausen und den Bau einer Palliativ-Station im Kreiskrankenhaus Schlüchtern maßgeblich unterstützt. Nun sollen in drei Stufen in den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises über den Zeitraum von drei Jahren insgesamt 42 examinierte Pflegekräfte zu Palliativ-Care-Fachkräften ausgebildet werden. Die Durchführung der Qualifizierungsmaßnahmen übernimmt das Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege in Rodenbach/Gelnhausen.

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