Das hat das Kabinett um Bundeskanzler Friedrich Merz am Mittwoch beschlossen. Bis Mitte 2026 soll das Gremium Vorschläge zu einer grundlegenden Reform der Altersvorsorge erarbeiten. So hatten es CDU/CSU und SPD bereits im Koalitionsvertrag vereinbart; nach den Diskussionen um das Rentenpaket der Bundesregierung, das Anfang Dezember beschlossen wurde, wurde die Kommission nun allerdings früher eingesetzt als eigentlich vorgesehen.
"Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Bundesregierung, und die Möglichkeit, mich an so zentraler Stelle einbringen zu können. Mir ist bewusst, dass das keine einfache Debatte sein wird, aber sie muss jetzt geführt werden. Es gilt, die Lebensleistung der älteren Generation durch stabile Renten anzuerkennen und gleichzeitig die Jüngeren durch steigende Beiträge nicht weiter über Gebühr zu belasten sowie finanzielle Spielräume für Zukunftsinvestitionen zu schaffen. Das mag wie die Quadratur des Kreises klingen, ich bin aber überzeugt, dass wir gute Lösungen finden werden, wenn alle Vorschläge ergebnisoffen und frei von ideologischen Scheuklappen diskutiert werden, wie wir es in der Koalition besprochen haben", so Reddig.
Geleitet wird das neue Gremium von Frank-Jürgen Weise und Constanze Janda. Neben Pascal Reddig fungieren die Bundestagsabgeordneten Florian Dorn (CSU) und Annika Klose (SPD) als stellvertretende Vorsitzende. Darüber hinaus wurden acht renommierte Wissenschaftler in die Kommission berufen: Martin Werding, Jörg Rocholl, Tabea Bucher-Koenen, Silke Übelmesser, Peter Bofinger, Monika Queisser, Georg Cremer und Camille Logeay.
Pascal Reddig ist Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales sowie Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Thema Rente. Außerdem ist er Vorsitzender der "Jungen Gruppe" seiner Fraktion. Bei der Abstimmung über das Rentenpaket der Bundesregierung hatte der 30-jährige Jurist gegen die Gesetzesvorlage votiert und dabei insbesondere die hohen Folgekosten durch die Verlängerung der Haltelinie bei 48 Prozent bis ins Jahr 2031 sowie die fehlende Generationengerechtigkeit kritisiert. Mit der Zukunft der sozialen Sicherungssysteme hat sich Reddig schon vor seiner Wahl in den Deutschen Bundestag intensiv beschäftigt: Als stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Union hat er das Grundsatzprogramm der Christdemokraten in diesem Bereich mitverhandelt.




Kommentare
Natürlich gibt es einen Wunsch der Jugend, nicht in die Verantwortung und Leistung zu gehen. Aber so funktioniert Gesellschaft einfach nicht. Schade, Dass man das vom Alter her Erwachsenen noch erklären muss. Aber so kennen wir unsere jungen Leute.
Ein gewisses Anspruchsdenken hat man vereinzelt mit in die Wiege gelegt bekommen, wie man offensichtlich zu spüren bekommt.
Da braucht sich derjenige, den man nun für diverse Missstände verantwortlich zu machen versucht, nicht zu wundern.
Nebenbei!
Wer mit seinem Wortschatz, die politisch geprägte Wortschöpfung, Generationengerechtigkeit als Gute Sache zu verkaufen versucht, sollte einmal innigst darüber nachdenken ob dem wirklich so ist!
Gut inszeniert gehen "im politischen Lager" die Verfechter ihrer jeweiligen "Generationen" aufeinander los, um scheinbar etwas Unfrieden ins Spiel zu bringen und reges Treiben zu suggerieren.
Auch mit einer weiteren, schon unzähligen, Kommission wird sich unterm Strich nichts ändern. In der Sache, hat man untätig, viel zu viel Zeit verstreichen lassen.
Wobei eine stabile angemessene Rente durchaus viele Bereiche unseres Lebens abdecken könnte! Man müsste nur den Aspekt ins Spiel bringen, das die Starken die Schwachen, unterstützen.
Und nicht, nicht verbriefte, Ansprüche geltend machen zu wollen!
Gell Herr Reddig!
Man vergleiche nur die Ausgangsposition:
Die 85-jährige Rentnerin wurde 1940 geboren. D.h. 5 Jahre Krieg, Nachkriegszeit, die 50er waren auch nur in Kuhlenkampffilmen lustig. An ein Abitur war nicht zu denken.
Der 30 Jahre junge Abgeordnete hat 20 Jahre Ausbildung. Die DDR kennt er nur vom Hörensagen.
Auch die vielgescholtenen Boomer hatten wesentlich schlechtere Ausgangsbedingungen.
Von wegen Generationengerechtigkeit. Die schnöselige Rentendiskussion ist gelebter Generationenegoismus.
Die Rentenkommission ist bereits gescheitert. Eine tragfähige Lösung für die Zukunft scheitert an der Besetzung.