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SPD kritisiert Reddigs Nein zum Rentenpaket

SPD kritisiert Reddigs Nein zum Rentenpaket

Die SPD Main-Kinzig weist die jüngsten Aussagen des CDU-Bundestagsabgeordneten Pascal Reddig zum Rentenpaket der Bundesregierung entschieden zurück.

Reddig hatte sein Nein mit angeblicher „Generationengerechtigkeit“ begründet und dabei aus Sicht der SPD zentrale gesellschaftliche Realitäten ignoriert. Der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Lennard Oehl wirft Reddig Verantwortungslosigkeit vor: „Als Abgeordneter trägt man eine Gesamtverantwortung und sollte nicht nur an seine eigene Generation oder seinen eigenen Wahlkreis denken. Würden alle Abgeordneten sich so verhalten wie Pascal Reddig, gäbe es keine stabile Regierung und die dringend benötigten Reformen würden noch weiter verzögert. Es ist gut, dass das Rentenpaket verabschiedet ist, auch wenn ich mir gerne eine Kapitalmarktkomponente in der gesetzlichen Rentenversicherung gewünscht hätte. Weitere Schritte wie die Reform der privaten Altersvorsorge liegen auf dem Tisch und müssen weiterverfolgt werden.“

Doch auch inhaltlich kritisiert Oehl Reddigs Abstimmungsverhalten: „Reddig ignoriert in seiner Begründung die Lebensleistung von Millionen hart arbeitenden Menschen. Stattdessen bedient er die bekannte CDU-Rhetorik, die letztlich auf ein Absinken des Rentenniveaus hinausläuft. Das lehnen wir klar ab. Stabilität im Alter ist keine Belastung, sondern das Ergebnis harter Arbeit – und ein Versprechen, auf das sich Menschen verlassen dürfen.“

Die Stabilisierung des Rentenniveaus – wie im Rentenpaket vorgesehen – sei ein notwendiger Schutz für heutige und künftige Beitragszahler. Wer diese Sicherung aufkündige, riskiere wachsende Unsicherheit und Altersarmut. „Generationengerechtigkeit heißt, Verantwortung für die Zukunft aller Generationen zu übernehmen – nicht nur einer. Es hilft der jungen Generation überhaupt nicht, wenn wir ihnen ein Rentensystem überlassen, dem niemand mehr vertraut. Ein stabiles Rentenniveau schützt auch sie“, erklärt die SPD Main-Kinzig mit dem Ziel, alle Generationen in den Blick zu nehmen und einzubeziehen.

SPD setzt auf Zusammenhalt statt Spaltung

Die SPD Main-Kinzig fordert deshalb eine ehrliche Debatte, die nicht Jung gegen Alt ausspiele, sondern den gemeinsamen Anspruch betone. „Wir brauchen Lösungen, die langfristig tragen – und keine Symbolpolitik. Herr Reddig setzt mit seinem Nein zum Rentenpaket ein falsches Signal: gegen Solidarität, gegen Stabilität und gegen die Wertschätzung der Leistung von Millionen Beitragszahlern“, erklärt der Vorsitzende der Jusos Main-Kinzig, Maximilian Kreuscher.

Die SPD Main-Kinzig bekräftigt, dass sie an einer solidarischen Weiterentwicklung des Rentensystems festhält und sich klar gegen Versuche stellt, die gesetzliche Rente zu schwächen oder ihre gesellschaftliche Akzeptanz zu untergraben. „Wir müssen am Zusammenhalt der Gesellschaft und am Vertrauen in staatliche Institutionen arbeiten. Dabei müssen wir die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und können gesamtgesellschaftliche Lösungen für alle Generationen nur zusammen erarbeiten und nicht nur mit dem Blick aus einer „Ecke“, fordert Kreuscher abschließend einen breiteren Blickwinkel und gesamtgesellschaftlichen Anspruch.

Kommentare

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Anti Sozi
5 monate vor
In Lars Klingbeils Musterstaat wirst du bestraft wenn du für deine Familie vorsorgst, damit die ganzen Kostgänger auf deinem Rücken versorgt werden können,die man hier reingeholt hat.
Stichwort: Sozialabgaben auf Kapitalerträge.

Die SPD wurde bei den letzten Wahlen eindeutig abgestraft, aber wir bekommen ihre Politik -ob wir wollen oder nicht. Weil der sogenannte Kanzler ein Abziehbild ist und sich ständig erpressen lässt. Das ist "unsere Demokratie".
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Holger Saß
5 monate vor
ich bin weiß Gott kein Freund der CDU/CSU Btf., und schon gar nicht von Menschen, die noch nie richtig gearbeitet haben, aber über das Schicksal der arbeitenden Bevölkerung entscheiden.

Aber was hier als RENTENPAKET der schwarzroten GROKO geliefert wurde, ist eine asoziale Unverschämtheit.

Der normale Menschenverstand sagt einem, erst mache ich mir ein Bild von dem was ich erreichen will, dann befrage ich Experten, wie meine Ideen rechtlich abzusichern sind und dann beschließe ich das Projekt .
Aber die GROKO schmeißt erst 120 Milliarden zum Fenster raus und will dann irgend ein Reförmchen im nächsten Jahr diskutieren und vielleicht beschließen.

Wenn SCHWARZ/ROT eine solche BIERZELTAKTIVISTEN-Politik betreibt, braucht sich nicht zu wundern wenn er bald alles BLAU sieht....
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A.S.
5 monate vor
Förderung/Sondervermögen.

Mit diesem Prozetere halten sich die bundespolitischen Parteienkonstellationen schon seit Jahren über Wasser.
In welchen farbenfrohen Konstellationen auch immer.
Geduldet vom Wähler und den Gewählten.

Verwunderlich ist wie immer, das das Problem scheinbar immer noch Bestand hat und scheinbar immer wieder "unverhofft" auf diverse Füße fällt. Außer Spesen nichts gewesen, ist schon seit Norbert Blümchen und einem über lange Sicht voranschreitenden demografischen Wandel, abzusehen.

Wie auch immer man sich dazu äußert oder Lösungsansätze zu unterbreiten versucht landet man in der Ecke des bösen Buben.
Je nachdem wie ich zu der Sache stehe und meine aktuellen und zukünftigen eigenen Belange zu Felde führe.

Man sieht sich nach wie vor im abwartenden Status.

Um nachhaltige Lösungen schippert man gekonnt herum. Genannt werden sie immer wieder aber auf diversen Ohren ist man dahingehend scheinbar taub.
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Proximo
5 monate vor
1986 sprach Norbert Blüm seinen legendären Satz "Die Rente ist sicher" und selbst damals wusste man, dass dies so nicht korrekt ist. Seit dem waren nicht nur CDU/CSU in Regierungsbeteiligung, sondern alle etablierten Parteien. Demzufolge kann sich keiner rausnehmen und sollte sich mal an die eigene (Parteien-)Nase fassen.

PS: Das Rententhema ist nur ein Problem von vielen, nur ein Mosaikstein, warum es "BLAU" aktuell so einfach hat und die Umfragewerte so sind wie sie sind.
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Hans
5 monate vor
Wovon werden Sie im Alter leben, liebe Kommentatoren? Wie wird es sein, wenn von den eingezahlten Beträgen nach Abzug der Verwaltungskosten und der Rendite fast nichts geblieben ist? könnten Sie dann vielleicht den Wunsch nach Solidarität verstehen? Wäre zu spät.
und noch was: wie Sie über Leute herziehen, die Ihnen ideologisch nicht gefallen, ist einfach abstoßend armselig.
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Anti Grün
5 monate vor
Letzteres haben wir von den Linken gelernt. Ausgiebig in den letzten Dekaden. Die programmatische Feindseligkeit haben wir genauso übernommen wie die Ausdrucksweise.
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Korrektor
5 monate vor
Es reicht! Nehmt eure klebrigen sozialistischen Klassenkampf-Finger von den Geldbeuteln der Leute, die hier noch Geld verdienen.

Was ihr als Solidarität deklariert ist Gleichmacherei, bei der am Ende alle arm sind. Ihr wollt uns den Dreck aus der DDR neu verpackt andrehen.

Schämt ihr euch nicht mit dieser rotzfrechen Göre und Vorschlägen, die immer nur den Fleißigen, Verantwortungsbewußten und Intelligenten ans Geld gehen sollen?

Die umlagenfinanzierte Rente ist am Ende. Das wissen wir schon seit Jahrzehnten. Hört auf mit diesen kranken linken Vorschlägen, die Probleme nur durch neue Fehler zu verdecken versuchen, wodurch aber wieder nur neue Probleme entstehen, die dann immer größeren Schaden anrichten.

Es ist dreckig auf bereits versteuerte Kapitaleinkünfte, die von Millionen Menschen (und Versorgungswerken!) über Jahrzehnte hier als private Altersvorsorge angespart worden sind, noch zusätzliche Rentenversicherungsbeiträge zu verlangen. Schämt euch.

Die Leute haben einen riesigen Hals auf euch. Und sie werden gehen. Wie viele Firmen auch. Mit ihrem Geld, ihrem Knowhow und ihren Familien und Firmen. Denn andere Länder plündern nicht ihre Leute aus und werfen es irgendwelchen Dahergekommenen und der halben Welt in den Rachen.

Wenn die SPD weiter die Menschen hier gegen sich aufbringt, geht das nicht gut aus.

Betriebs- und volkswirtschaftlich brauche ich hier erst gar nicht zu argumentieren, das verstehen die meisten SPDler sowieso nicht.

Wir brauchen keinen Nanny-Staat, der Bürger zu Bevormundungsobjekten degradiert, die dann ein Leben lang vom Staat abhängig sind und gegängelt werden können. Hands-off. Die Stimmung im Land ist sehr, sehr schlecht und ihr meint noch Öl ins Feuer gießen zu können?
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Hätteesgernschönhier
5 monate vor
Dieses ewige Profilieren gegenüber dem Koalitionspartner! Das will kein Mensch mehr hören. Vertragt euch und entscheidet ZUM WOHLE DEUTSCHLANDS.

Die Kinder im Kindergarten können das besser. Nehmt euch ein Beispiel! Herrje ....
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Christian S
5 monate vor
Bro vom Oehl will doch kein Mensch mehr was hören. Wurde doch krachend abgewählt, wieso muss er jetzt seinen Senf dazugeben.
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