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35 Jahre Engagement: Roberta Bandel feiert Dienstjubiläum bei Lawine e.V.

35 Jahre Engagement: Roberta Bandel feiert Dienstjubiläum bei Lawine e.V.
Von links: Christiane Messner (Vorstandsfrau), Roberta Bandel, Monika Kühn-Bousonville (Vorstandsfrau).

Seit 35 Jahren ist Roberta Bandel als Mitarbeiterin der spezialisierten Fachberatungsstelle Lawine e.V. tätig.

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Als Mitbegründerin hat sie den Aufbau der Beratungsstelle von Beginn an mitgetragen und deren fachliche Entwicklung über viele Jahre wesentlich geprägt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Unterstützung von Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Roberta Bandel verbindet langjährige Praxiserfahrung mit einer klaren fachlichen Haltung: betroffenenorientiert, traumasensibel, ressourcenorientiert und verlässlich. In Beratung, Stabilisierung und Begleitung von Betroffenen sowie im Kontakt mit Bezugspersonen bringt sie ihre hohe Fachkompetenz ein.

Ein prägender Schwerpunkt ihres Aufgabengebietes war über viele Jahre die Beratung und Unterstützung von Kindern, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Dazu gehörten die traumasensible Begleitung, die Stabilisierung nach belastenden Erfahrungen, die Arbeit mit Bezugspersonen und die fachliche Unterstützung von Helfersystemen. Heute fließt diese langjährige Erfahrung in besonderer Weise in die Verdachtsabklärung, die Einordnung von Gefährdungslagen und die Beratung von Fachkräften ein.

Früh hat Roberta Bandel darauf aufmerksam gemacht, dass auch Menschen mit Beeinträchtigung verlässliche Hilfe und fachlich qualifizierte Unterstützung bei sexualisierter Gewalt benötigen. Dieses Thema hat sie bereits vor Jahrzehnten in die Arbeit eingebracht. Die Beratungsstelle Lawine e.V. hält auch für Menschen mit Beeinträchtigung sowie für deren Bezugspersonen und unterstützende Fachkräfte Beratung, Begleitung und Orientierung vor. Auch in der Weiterentwicklung der Beratungsangebote setzte sie wichtige Impulse. Dazu gehören Präventionsangebote, Schutzkonzepte, Fachberatung in Verdachtsfällen sowie die Sensibilisierung für Täterstrategien, Grenzverletzungen und institutionelle Verantwortung. Ein besonderes Anliegen war und ist ihr, sexualisierte Gewalt sichtbar zu machen, ohne Betroffene aus dem Blick zu verlieren.

Ein weiterer zentraler Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Kooperation und Vernetzung. Roberta Bandel arbeitet eng mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, pädagogischen Fachkräften, Schulen, Kitas, Beratungsstellen und weiteren Akteurinnen und Akteuren im Hilfesystem zusammen. Damit hat sie tragfähige fachliche Netzwerke mit aufgebaut und verbindliche Wege im Kinderschutz gestärkt. Über den Main-Kinzig-Kreis hinaus ist Roberta Bandel hessenweit und bundesweit als Fachfrau, Referentin und Fortbildnerin tätig. In Fortbildungen, Fachberatungen und Veranstaltungen vermittelt sie Wissen, stärkt Handlungssicherheit und unterstützt Einrichtungen dabei, Schutzstrukturen weiterzuentwickeln.

"Der Vorstand des Vereins bedankt sich herzlich bei Roberta Bandel für 35 Jahre engagierte, kompetente und verlässliche Arbeit. Ihr Wirken steht für Fachlichkeit, Haltung und eine klare Positionierung an der Seite der Betroffenen. Der Verein freut sich auf die weitere Zusammenarbeit", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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