Der „Focus“ vergleicht jedes Jahr anhand verschiedener Parameter die Wirtschaftsstärke der über 400 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Der Main-Kinzig-Kreis landete demnach auf einem guten Gesamtrang 61. Rein auf Hessen bezogen bedeutet das Platz 4 von 24. Die Zahlen zeigen: Der Kreis bietet insbesondere Firmengründern „ein gutes Pflaster“, wie der Landrat zufrieden kommentiert.
„Seit wir die Wirtschaftskrise vor rund sechs Jahren mit viel Kraftanstrengung gemeistert haben, geht es im Main-Kinzig-Kreis wieder erfreulich bergauf. Wir standen im Focus-Ranking vor fünf Jahren noch auf Platz 203 und waren auch im Vergleich zu anderen hessischen Kreisen ins Mittelfeld abgerutscht. Seitdem ist die Arbeitslosigkeit um mehr als ein Prozent im Jahresdurchschnitt gesunken auf knapp über 5 Prozent im letzten Jahr“, so Pipa, der bis vergangenes Jahr noch Wirtschaftsdezernent gewesen ist. „Mittlerweile stehen wir schon das dritte Jahr in Folge in den Top-Ten der hessischen Landkreise. Das ist ein Erfolg der Wirtschaft hier im Kreis und auch ein Erfolg unserer Standortpolitik.“
Auf gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutet die Statistik der Focus-Tester in der Tat hin. Laut Veröffentlichung in der Ausgabe 22/2015 schneidet der Main-Kinzig-Kreis im Bereich Firmengründungen überdurchschnittlich gut ab. Mit Gesamtplatz 31 liegt er dort noch vor Kreisen, die es in der Endabrechnung unter die besten Zehn geschafft haben, etwa Heilbronn und Ludwigsburg (am Ende gemeinsam auf Platz 2), der Bodenseekreis (Platz 5) oder Dingolfing-Landau mit dem Produktionsstandort eines großen Automobilkonzerns (Platz 8). „Wir sind letztes Jahr Ausrichter der Gründertage Hessen gewesen. Da konnte man den wachen Gründergeist unter vielen jungen Menschen bei uns regelmäßig erleben. Es freut mich, dass diese Jungunternehmer bei uns auch beste Rahmenbedingungen vorfinden“, lobt Pipa.
Das Magazin „Focus“ verglich für seine Auswertung 402 Landkreise und Städte anhand von zwölf Indikatoren in den Kategorien Wachstum und Jobs, Firmengründungen, Produktivität und Standortkosten sowie Einkommen und Attraktivität.


