„Ich freue mich sehr, dass es Katja Bräutigam von der Abteilung Kultur und Tourismus gelungen ist, das traditionsreiche Kabarett-Ensemble nach Gelnhausen zu holen. Das zeigt einmal mehr den hohen Stellenwert, den unsere Stadt als kulturelles Zentrum in der Region genießt“, freut sich Bürgermeister Thorsten Stolz auf das Gastspiel der renommierten Kabarettisten in der Barbarossastadt. Karten zum Preis von 19,50 Euro gibt es ab sofort in der Infothek im Rathaus am Obermarkt und im Ticket-Shop auf www.gelnhausen.de.
Die Darsteller von „Drei Engel für Deutschland“ unter Regie von Hans Holzbecher sind im Wechsel Manja Kloss und Elisabeth Sonntag, Rainer Koschorz und Dieter Richter. Sie drehen die politische, soziale und kulturelle bundesdeutsche Wirklichkeit durch den kabarettistischen Fleischwolf, in dem sie sich gegenseitig die Dinge erklären. Die Engel schlüpfen in verschiedene Rollen, um die eine oder andere irdische Situation auf ihre Weise durchzuspielen - entweder als renitente Politesse mit dem unwiderstehlichen Charme sächsischer Volkspolizistinnen, als beratungsresistente Banker im Integrationskurs oder als A-capella-Trio für die Truppenbetreuung deutscher Soldaten am Hindukusch mit einer neuen Version von „Lili Marleen“.
Aber warum Engel? „Das Elend der Welt begann damit, dass Gott noch einmal heiratete und zwar eine Frau, die 30 Jahre jünger war als er…“. Gott ist es langweilig und seine Frau drängt ihn, doch mal wieder etwas zu erschaffen, zum Beispiel eine Welt, in der man - beziehungsweise Frau - auch mal shoppen gehen kann. So schuf Gott die Erde mitsamt der Bundesrepublik. Doch trotz Mehrparteiensystem, gelben Tonnen und All-inclusiv-Reisen blieb sie so unvollkommen, dass Gott zur Verwaltung und Nachbesserung noch schnell den öffentlichen Dienst erschaffen musste, also den HÖD, den Himmlischen Öffentlichen Dienst mitsamt seinen engelsgleichen Mitarbeitern in der Abteilung D wie Deutschland.
Dort arbeiten die drei Engel mit dem ewigen Auftrag, die Republik vor dem Absturz zu retten. Doch angesichts von Nazis im Verfassungsschutz, Bankern mit der Ausstrahlung albanischer Hütchenspieler und Steuergesetzen mit der Verständlichkeit nordkoreanischer Gebrauchsanweisungen ist immerwährende Arbeitsüberlastung an der Tagesordnung. Letztendlich zeigt sich aber doch die tiefe Wahrheit der alten Volksweise, in der es heißt: „Es rettet uns kein höh´res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun, uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun!“
Weitere Informationen zur „Leipziger Pfeffermühle“ finden Interessierte im Internet unter www.kabarett-leipziger-pfeffermuehle.de. Ihre weiteren kulturellen Angebote präsentiert die Stadt Gelnhausen auf www.gelnhausen.de und www.facebook.com/gelnhausen.erleben.



