„Automatisierung verstehen wir nicht als Rationalisierung auf Kosten der Mitarbeiter, sondern als Investition in sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze“, erklärt Geschäftsführer Julian Kremer. Körperlich belastende oder potenziell gefährliche Tätigkeiten werden zunehmend von Maschinen übernommen. Die Belegschaft übernimmt qualifizierte Aufgaben in Überwachung, Steuerung und Prozessoptimierung. Das senkt das Unfallrisiko und stärkt zugleich die Fachkompetenz im Unternehmen. Eng verbunden mit dieser Entwicklung ist eine solide finanzielle Basis. Kremer wird inzwischen in dritter Generation als Familienunternehmen geführt und setzt bewusst auf nachhaltiges, organisches Wachstum statt kurzfristiger Rendite. Investitionen in Automatisierung, moderne Maschinen und Energieeffizienz erfolgen aus eigener Kraft und mit langfristiger Perspektive. „Finanzielle Stabilität ist für uns ein zentraler Faktor, um unabhängig entscheiden und verlässlich planen zu können – gerade auch im Sinne unserer Mitarbeiter“, so Julian Kremer.
Diese wirtschaftliche Stabilität bildet zugleich die Grundlage für den konsequenten Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit. Die Produktion von Kunststoff-, Gummi- und Silikonteilen ist energieintensiv – eine Herausforderung, der sich das Unternehmen früh gestellt hat. Bereits seit 2019 arbeitet Kremer klimaneutral. Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die 2024 fertiggestellte Erweiterung der Photovoltaikanlage auf den eigenen Hallendächern, die heute einen großen Teil des Strombedarfs deckt. Zusätzlich bezieht das Unternehmen ausschließlich Ökostrom. Unvermeidbare Emissionen, etwa durch Dienstreisen, werden über Aufforstungsprojekte kompensiert. „Nachhaltigkeit ist für uns keine Imagefrage, sondern eine Frage der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen – in der Familie wie im Unternehmen“, betont Julian Kremer.
Steigende Energiekosten, regulatorische Anforderungen und wachsende Erwartungen der Kunden ließen sich nur mit einer vorausschauenden Strategie bewältigen. Trotz des hohen Automatisierungsgrades bleibt die Fertigung klar kundenindividuell. Standardprodukte gibt es bei Kremer nicht. Jedes Bauteil wird nach Kundenvorgabe entwickelt – von der Materialauswahl über Konstruktion und Werkzeugbau bis zur Serienfertigung. Viele der Produkte finden sich später in sicherheitsrelevanten Bereichen wie der Automobilindustrie, der Medizintechnik oder im Atemschutz wieder. Gerade dort zeigt sich, wie eng Arbeitsplatzsicherheit, finanzielle Stabilität und nachhaltiges Wirtschaften miteinander verknüpft sind.
Die Verbindung aus moderner Technik, verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen und den stabilen Strukturen eines familiengeführten Unternehmens in dritter Generation macht Kremer widerstandsfähig – und sichert nicht nur Qualität und Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch langfristig Arbeitsplätze am Standort Bad Soden-Salmünster.
Julian Kremer (Geschäftsführung) in der Unternehmens-Produktion.


