Am anderen Ende der Leitung gab sich ein Mann als "Gerichtsvollzieher Michael Z." zu erkennen. Grund der Kontaktaufnahme sei eine Gewinnspielteilnahme der Mutter des 23-Jährigen im letzten Jahr. Dem vermeintlichen Herrn Z. läge nun aufgrund nicht gezahlter Gewinnspielgebühren ein vollstreckbarer Titel vor.
Diesbezüglich habe die Familie bereits Post eines Amtsgerichts bekommen. Da der Angerufene mit dem geschilderten Sachverhalt aus dem Stehgreif nichts anfangen konnte, vertröstete er den Anrufer auf einen späteren Zeitpunkt. Im Gespräch mit der Mutter stellte sich dann heraus, dass diese 2019 tatsächlich beinahe Opfer eines Betrugsversuches im Zusammenhang mit einem Gewinnspielversprechen geworden war. Am Freitagmorgen nahm der 23-Jährige dann Kontakt zum örtlich zuständigen Amtsgericht auf. So erfuhr er, dass ein Gerichtsvollzieher mit dem genannten Namen dort bereits seit einem Jahr nicht mehr beschäftigt sei. Daraufhin informierte der Mann die Polizei über den Sachverhalt. Zwischenzeitlich wurde durch das Amtsgericht Büdingen eine entsprechende Anzeige wegen des Verdachts des Amtsmissbrauches gegen Unbekannt erstattet.


