In diesem Jahr steht das Thema Ernährung im Fokus. Die Fastenzeit ist traditionell durch einen Verzicht in der Ernährung geprägt. An diese Ursprünge des Fastens knüpft die Aktion an. Sie möchte Menschen gewinnen, in den sieben Wochen zwischen Aschermittwoch (2. März) und Ostern (17. April) die eigene Ernährung, den Einkauf sowie die Zubereitung von Lebensmitteln in den Blick zu nehmen.
„Die Aktion will dazu ermuntern, den Alltag und die eigenen Gewohnheiten so zu verändern, dass wir uns klimafreundlicher ernähren und leben“, erläutert der Klimaschutzmanager der EKKW, Pfarrer Stefan Weiß. Er lädt ein, in der diesjährigen Fastenzeit die eigenen Gepflogenheiten zu hinterfragen: Woher kommen die Lebensmittel und wie werden sie produziert? Wie sind sie verpackt, wie werden sie – energiesparend – zubereitet? Ernähre ich mich fleischarm, vegetarisch oder vegan? Der hohe Bedarf an Ressourcen in der Landwirtschaft, aber auch im Lebensmittelhandel verstärke den Klimawandel, so Weiß. Um ihn einzudämmen, sei ein anderes Leben und Wirtschaften vonnöten.
Bischöfin: Klimaschutz wird Verzicht abfordern
„Klimaschutz wird uns Verzicht abfordern“, weiß auch die Bischöfin der EKKW, Dr. Beate Hofmann. „Da wo es schwerfällt, da tröstet mich, dass ich weiß, warum ich das tue. Damit ich nicht nur meinen Schöpfer, sondern auch den Kindern und Enkelkindern noch in die Augen schauen und sagen kann: Ich habe getan, was möglich war, damit auch ihr gut leben könnt.“ Was die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck für das Klima tut, darüber berichtet neben Bischöfin Hofmann und Klimaschutzmanager Weiß auch Oberlandeskirchenrat Timo Koch, Dezernent für Bau und Liegenschaften, im Video auf http://www.ekkw.de/aktuell/meldung/aktuell_34707.htm
Die Aktion „Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit“ will vielfältige Anregungen geben, die eigenen Ernährungs- und Einkaufsgewohnheiten zu verändern. Jede Fastenwoche setzt einen besonderen Schwerpunkt. In der ersten Woche geht es beispielsweise darum, weniger Lebensmittel zu verschwenden, in der dritten Woche, Verpackungsmüll zu reduzieren, in der vierten Woche gilt es, den Geschmack der Region zu entdecken und in der sechsten Woche, weniger Energie in der Küche zu verbrauchen. Zahlreiche Gemeinden der EKKW machen mit Broschüren und Plakaten auf die Aktion aufmerksam. Auch in den sozialen Medien ist die Aktion in diesem Jahr besonders präsent unter dem Hashtag #klimafasten.



