Wo ist der Schaum auf dem Cappuccino schaumiger, wo sind die Sonnenbrillen dunkler und wo der Straßenverkehr chaotischer? Richtig: In Süditalien! Diese Vorstellungen verlangten natürlich danach, vor Ort überprüft zu werden, und so machte sich unlängst eine kleine Gruppe von Kopernikanern mit ihren Betreuern Maria Cristina Petruzzelli, Elena Brunello und Martin Blawid auf nach Altamura, einer Kleinstadt in der süditalienischen Region Apulien.
Die Zusammenarbeit mit der italienischen Partnerschule, dem Liceo Federico II, stand unter dem Zeichen der Erstellung von Hörspielen zum Thema „Krimi“. So wurde vormittags fleißig in bilateralen Gruppen am Projekt gearbeitet, während die Nachmittage ganz für kulturelle Erkundungen und Ausflüge reserviert waren. Die Schülerinnen und Schüler staunten über die Höhlen von Matera, die bereits Mel Gibson und Pier Paolo Pasolini als Kulisse in Filmprojekten gedient hatten. Sie bummelten durch die malerischen Gassen Baris, erkundeten die Trulli von Alberobello, erhielten einen Crashkurs im Brotbacken und fanden nicht zuletzt neue Freunde in den italienischen Gastfamilien. ‚La dolce vita‘ – die süße Art, das Leben zu genießen – konnte in diesem Sinne durchaus wörtlich verstanden werden. Somit verging die Woche wie im Fluge, und nunmehr sind alle Augen bereits auf das kommende Frühjahr gerichtet, wenn die italienische Gruppe zum Gegenbesuch in Freigericht erwartet wird. Keine Frage, dass die deutschen Jugendlichen sich bereits jetzt darauf freuen und sich das Ziel gesetzt haben, die Italiener dann ebenso gastfreundlich in die ‚deutsche vita‘ einzuführen.



