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„Pädagogischer Tag“ am GGG in Gelnhausen

„Pädagogischer Tag“ am GGG in Gelnhausen

„Ein Gespenst geht um in Deutschland, das Gespenst der Kompetenzorientierung“.

Morgenpost

lersch ggglersch ggg1lersch ggg2Mit diesem abgewandelten Zitat aus dem Manifest der Kommunistischen Partei von 1847 leitete Professor Dr. Rainer Lersch von der Philipps Universität Marburg am „Pädagogischen Tag“ des Grimmelshausen Gymnasiums seinen Vortrag ein mit dem Titel „Was kann Kompetenzorientierung zur Unterrichtsentwicklung beitragen?“

lersch ggg3lersch ggg4lersch ggg5Der Kompetenzbegriff in der Pädagogik geht zurück auf Wolfgang Klafki: gemeint ist damit schlicht und ergreifend die Fähigkeit und Fertigkeit, Probleme zu lösen und die Bereitschaft, dies auch zu tun. Etwa seit 1990 wird in der Pädagogik statt von „Qualifikation“ verstärkt von „Kompetenz“ gesprochen. Und so simpel der Begriff auch klingen mag, bietet er in der Pädagogik doch Stoff genug für Diskussionen, wie sie dann auch im Rahmen des Pädagogischen Tages am 1.Oktober am GGG geführt wurden.

Eröffnet worden war der Pädagogische Tag um 8.00 Uhr von Schulleiter Friedrich Bell und vom Vorsitzenden des Pädagogischen Ausschusses Herbert Graf, die das Kollegium des Grimmelshausen Gymnasiums in der Aula begrüßten. Es schloss sich ein Einführungsvortrag ins Thema durch Natascha Seitz und Annette Schöpke an, der bereits vor der Kaffeepause um 9.30Uhr zur Diskussion anregte. So wurde beispielsweise die Frage formuliert, ob es sich bei den vorgestellten Begrifflichkeiten nicht wieder einmal nur um „alten Wein in neuen Schläuchen“ handele; ebenso wurde beanstandet, dass die Konstruktion von Curriculum im besonderen und Schulsystem im allgemeinen den Intentionen und Visionen eines kompetenzorientierten Unterrichts widersprächen.

Auch nach dem zweistündigen Vortrag von Professor Dr. Lersch diskutierte das GGG-Kollegium weiter engagiert über das Thema im Plenum. Nach der Mittagspause teilte man sich dann aufgeschlüsselt nach Unterrichtsfächern in Arbeitsgruppen auf, die Aufgabenstellungen zum Thema in Form von Leitfragen erhielten und bearbeiteten. Mit einer Plenumsphase, in der die Ergebnisse reflektiert und Überlegungen zu Perspektiven der Weiterarbeit angestellt wurden, schloss die Veranstaltung gegen 16.30Uhr.

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