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Hochwasserschutz: Fehler der Vergangenheit korrigieren

Hochwasserschutz: Fehler der Vergangenheit korrigieren

"Der Main-Kinzig-Kreis steht angesichts zunehmender Starkregenereignisse und Extremwetterlagen vor großen Herausforderungen im Hochwasserschutz", begrüßt die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ausdrücklich das langjährige und fachlich fundierte Engagement der Wasserverbände Kinzig sowie Nidder-Seemenbach, die mit ihren Planungen einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Menschen im Kreis leisten würden.

„Die Wasserverbände tragen eine enorme Verantwortung für den Hochwasserschutz im Main-Kinzig-Kreis und leisten hier seit vielen Jahren engagierte Arbeit. Ihre Konzepte zeigen, dass moderner Hochwasserschutz heute deutlich mehr sein kann als reine Rückhaltebecken“, erklärt Rainer Vogel, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft (WEVUL).

Besonders die Entwicklung hybrider Lösungen, die Hochwasserschutz mit Trinkwassergewinnung und der Nutzung erneuerbarer Energien verbinden, bewerten die Grünen als wichtigen Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit. Gleichzeitig machen sie deutlich, dass viele der heutigen Herausforderungen auch das Ergebnis früherer Fehlentscheidungen sind. „Jahrzehntelange Flussbegradigungen, der Verlust von Auen und eine Siedlungspolitik, die zu oft in Überschwemmungsgebieten stattgefunden hat, haben natürliche Rückhalteräume zerstört und die Hochwasserproblematik verschärft“, sagt Céline Bousonville, Grüne Kreistagsabgeordnete. „Ein naturnaher Ausbau unserer Gewässer hätte viele dieser Probleme abmildern oder sogar vermeiden können.“

Vor diesem Hintergrund unterstreichen die Grünen die große Bedeutung von Renaturierungen der Flusssysteme im Main-Kinzig-Kreis. Naturnahe Gewässer und wiedergewonnene Auen bieten nicht nur effektiven Hochwasserschutz, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz sowie zur Grundwasserneubildung. Ein besonderer Fokus müsse zudem auf der Klimaanpassung in den Anliegerkommunen entlang von Kinzig, Nidder und ihren Zuflüssen liegen. „Starkregenereignisse nehmen deutlich zu und betreffen längst nicht mehr nur die klassischen Überschwemmungsgebiete. Kommunen müssen sich darauf vorbereiten – durch Entsiegelung, kluge Bauleitplanung und mehr Raum für Wasser“, betont Bousonville.

Die Einladung der Wasserverbände in den zuständigen Kreistagsausschuss werten die Grünen als wichtigen Schritt für einen offenen und lösungsorientierten Austausch. Ziel sei es, bestehende Planungen weiterzuentwickeln, kritisch zu diskutieren und gemeinsam konkrete Maßnahmen für einen langfristig wirksamen, naturverträglichen Hochwasserschutz im Main-Kinzig-Kreis auf den Weg zu bringen.

„Hochwasserschutz ist keine rein technische Frage – es ist eine Frage politischer Verantwortung. Als Kreis müssen wir Entscheidungen treffen, die unsere Städte und Gemeinden morgen schützen. Klimaanpassung beginnt vor Ort, und sie gelingt nur, wenn wir aus Fehlern der Vergangenheit lernen und konsequent in naturnahe, nachhaltige Lösungen investieren“, erklärt Mahwish Iftikhar, Fraktionsvorsitzende.

„Hochwasserschutz ist ein zentraler Bestandteil der Klimaanpassung. Wenn wir unsere Flüsse wieder als natürliche Systeme begreifen und ihnen mehr Raum geben, schützen wir nicht nur Menschen und Infrastruktur, sondern investieren auch in die Zukunftsfähigkeit unserer Region“, so Rainer Vogel abschließend.

Kommentare

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felix
2 monate vor
"Fehler der Vergangenheit korrigieren"
Meine spontane Reaktion auf diesen Teil der Überschrift der "Pressemitteilung" der kriegsaffinen Versagerpartei: "Ja, unbedingt - um Entschuldigung für das angerichtete Unheil in der Zeit des "Regierens" bitten, dann den Verein abwickeln und auflösen."
Wenn Glaubwürdigkeit nicht mehr vorhanden ist, sollte es das anständigerweise gewesen sein.
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A.S.
2 monate vor
Nun ja!

Auf der einen Seite ist scheinbar das Klima an diversen regionalen Hochwasserereignissen schuld. Spült uns Hab und Gut weg.

Auf der anderen Seite scheinen auch diverse Trockenperioden mit fehlenden Niederschlägen ein Klimaproblem zu sein. Fehlt uns das Grundwasser im Boden und somit das Trinkwasser um den Stuhlgang in die Kanalisation zu spülen.

Wieder andere Umstände ermitteln die höchste ermittelte Durchschnittstemperaturen seit gewisser Aufzeichnungen.

Und wieder andere Umstände verhindern das anlanden diverser Gastanker an zugefrorenen Seewegen in Richtung Gasterminals.

Da taucht plötzlich ein Winter auf der rein statistisch gesehen hier nicht hergehört mit Nachfrage an Streusalz das an anderer Stelle der gesunden Umwelt nicht erträglich ist und ab und an politischer geregelter, proportionierter Anwendung, bedarf.

Da sind Windflauten die ein Betreiben von Windkraftanlagen ihrer Wirtschaftlichkeit berauben.

Und das sind Starkwindereignisse die uns die Ziegel vom Eigenheim blasen.

usw. usw. usw. ........

Und um all das muss man sich aus politischer Sicht kümmern!

Wirtschaftlich und einer intakten Natur geschuldet.

Wieso kommt einem da der Gedanke von überzogener Selbsteinschätzung in den Sinn?
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D.A.
2 monate vor
Bravo
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
Alleine die Tatsache, dass die Klimaideologen im Winter von "Winterdürre" Fabuliert haben, disqualifiziert sie für jede weitere Debatte.

Jedes Kind weiß, dass kalte Luft trockener ist als Warme.
Den Menschen das als "Dürre" zu verkaufen ist schon ein starkes Stück.
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