Dabei macht er auch deutlich, wie sehr ihm dieses Kulturprojekt persönlich am Herzen liegt. Er ist überzeugt, dass dieses Konzept einer offenen Spielstätte weiter konstruktiv verfolgt werden sollte.
Den Startschuss können am kommenden Freitag, 5. Mai, die Abgeordneten im Kreistag geben. Dann geht es in einem Grundsatzbeschluss um die „Aufwertung des Kulturstandortes Main-Kinzig-Kreis“. Dazu soll die Idee zur Errichtung einer dauerhaften „Sommerbühne“ im Schlosspark Wächtersbach auf den Weg gebracht werden. In dem von Landrat Erich Pipa eingebrachten Papier erkennt der Kreistag zudem „den Bedarf und den Nutzen einer offenen Spielstätte für Musik, Theater und Kleinkunst“ an.
Wie es in der Vorlage weiter heißt, wird die Bereitschaft der Stadt Wächtersbach unterstützt, eine solche Spielstätte zu errichten und in eigener Verantwortung zu betreiben. Wie Pipa angesichts der öffentlichen Diskussion noch einmal betont, seien damit die Haushaltsmittel noch nicht freigegeben und die baulichen Planungen noch komplett offen. Vor allem sei es aber ein positives Signal an die Kulturschaffenden im Main-Kinzig-Kreis, die zum Teil mit großer Begeisterung für diese Idee eingetreten sind. Zahlreiche Gespräche, Leserbriefe, Mails sowie Wortbeiträge in verschiedenen Netzwerken in den vergangenen Wochen seien ein Beleg für die weitreichende Zustimmung für dieses Projekt.
Nach den Vorstellungen des Landrates setzt der Kreistag im Sinne der Vereine und Gruppen „ein positives Signal für die Kulturarbeit“ und stellt für Planung und Bau einer „Sommerbühne“ mit bis zu 600 Plätzen und entsprechender Infrastruktur einmalige Finanzmittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Summe soll aus dem Kreisausgleichstock und aus Überschüssen des Jahresergebnisses 2016 finanziert werden. Als weitere Bedingung wird bei einer Bewirtschaftung „eine enge konzeptionelle Abstimmung mit anderen regionalen Veranstaltern“ vorausgesetzt. Zudem soll kulturtreibenden Vereinen aus dem Main-Kinzig-Kreis ein vorrangiges Belegungsrecht eingeräumt werden.
„Damit bleiben alle planerischen Details noch weitgehend offen und liegen in der Folge in der Verantwortung der Stadt Wächtersbach“, macht Pipa deutlich. Zuvor müssten außerdem die Gremien der Stadt noch die entsprechenden politischen Beschlüsse fassen, um dieses attraktive Projekt konkret weiter zu verfolgen. Der Landrat sieht nach wie vor gute Chancen, dass die kritischen Punkte im Sinne der Betroffenen im weiteren Planungsprozess weitgehend geklärt werden können.



