Zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Vertreter des Main Kinzig Kreises, der Kommunen und der DB Netz AG trafen sich am 20. Januar im Hanauer Hotel „Zum Riesen“ zum Informationsaustausch. Gerd-Dietrich Bolte, Leiter Großprojekte Mitte bei der DB Netz AG, bestätigte zur Freude der Vertreter der Region nochmals die im Spitzengespräch vom 12. Januar zwischen Ministerpräsident Volker Bouffier, Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Dr. Rüdiger Grube, getroffene Vereinbarung, alle Anstrengungen zu unternehmen, um Anfang 2017 Baurecht zu erhalten und im Jahr 2019 mit dem Bau zu beginnen.
Im Hinblick auf die im Frühjahr anstehende Neufassung des Bundesverkehrswegeplans waren die Vertreter der Region sich mit Blick nach Berlin einig, dass die Nordmainische S-Bahn mit höchster Priorität im neuen Bundesverkehrswegeplan Berücksichtigung zu finden hat. Der Verkehrsknoten Frankfurt ist im deutschlandweiten Schienennetz einer der großen Engpässe. Die zusätzlichen Gleise, die für die Nordmainischen S-Bahn zwischen Frankfurt und Hanau verlegt werden müssen, werden dazu beitragen, diesen Engpass aufzulösen. Dies macht es wahrscheinlicher, dass auch die Bundesregierung sich an den Baukosten der S-Bahn beteiligen wird. Auf diese Weise steigen die Realisierungschancen deutlich an, so die einhellige Position der Teilnehmer.
Rege diskutiert wurde auch zur Frage des Lärmschutzes. In diesem Bereich gibt es erfahrungsgemäß in aller Regel die größten Vorbehalte in der Bevölkerung. Wichtig war hier die Tatsache, dass der zukünftige Lärmschutz, den gesetzlichen Anforderungen entsprechend, nach Realisierung des Projekts besser sein wird als in der Gegenwart.
„Die Kommunen und das Land haben ihre Hausaufgaben gemacht, der tatsächliche und volkswirtschaftliche Nutzen des Projekts liegt ebenso auf der Hand wie der Nutzen für die verkehrlichen Abläufe, regional und überregional. Ich freue mich, dass Wirtschaft und Politik im Main-Kinzig-Kreis über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg ständig betonen, wie wichtig die S-Bahn für die ganze Region ist. Wir haben die Ampeln auf grün gestellt, jetzt muss der Bund zusehen, dass er Gas gibt“, fasste Gunther Quidde, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern zusammen.
Foto (IHK): Bekenntnis zur Nordmainischen S-Bahn: FDP-Landtagsabgeordneter Dr. Jörg-Uwe Hahn, IHK-Verkehrsspezialist Martin Vosseler, Stadtrat Hanau Andreas Kowol, Stadtrat Maintal Ralf Sachtleber, Gerd-Dietrich Bolte DB Netz AG, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe, Landrat Erich Pipa, CDU-Landtagsabgeordneter Heiko Kasseckert, CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert, Kreisbeigeordneter Matthias Zach (von links.).


