Um von China nicht nur aus Medien zu erfahren, sondern es wirklich zu erleben, machten sich nun 17 interessierte Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) begleitet, von ihren Lehrern Christiane Meijlink und Jochen Nimbler, auf zu einem Kulturaustausch ins Land der aufgehenden Sonne.
Durch die seit Jahren bestehende Partnerschaft der KRS mit der Sanmen High School (Taizhou) konnten die Schüler den Schulalltag chinesischer Jugendlicher hautnah miterleben. Die für europäische Schüler gewöhnungsbedürftigen Schulzeiten von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr abends, und das sechs Tage die Woche, wurden von herzlichen Gastfamilien aufgefangen, welche unbekannte Köstlichkeiten aller Art zubereiteten. Nicht nur Liebe, sondern auch Kultur geht durch den Magen, wie die Schüler bei Familienessen aber auch dem gemeinsamen Kochen und beim Grillen im Bambuswald erfahren durften. Doch damit erschöpfte sich der Einblick in die 3000jährige chinesische Kultur nicht. In Kursen und Ausflügen erkundeten die Schüler Sanmen und Umgebung, erprobten chinesische Musik, Kalligraphie und Malerei und mussten sich trotz aller Bemühungen in der chinesischen Nationalsportart Tischtennis den Austauschpartnern geschlagen geben. Doch der Spaß am gegenseitigen Kennenlernen und Lernen war ungebrochen und spiegelte sich in den lachenden Gesichtern auf tausenden Fotos und Selfies, welche die KRS-Schüler mit ihren chinesischen Partnern oder freundlichen Fremden, welche nie zuvor mit westlichen Personen in Kontakt gekommen waren, machten.
Die Herzlichkeit und Nähe der ersten Austauschwoche zeigte sich im tränenreichen Abschied der Austauschpartner und Gasteltern, welche für viele ein Stück Familie geworden waren. Über die Möglichkeiten der neuen Medien können diese entstandenen Freundschaften glücklicherweise trotz der Zeitspanne und Distanz fortbestehen.
Um das historische Erbe, welches China maßgeblich prägte, in Ansätzen verstehen zu können, wurden in der zweiten Woche vergangene und gegenwärtige Zentren kulturellen Lebens erkundet: Shanghai, Suzhou und Peking. Der Sommerpalast, die Skyline von Shanghai, die Gartenstadt Suzhou und unzählige andere Eindrücke verblassten alle im Schatten der großen Mauer, welche zugleich den Höhepunkt und Abschluss einer eindrucksvollen Reise markierte. Voller Erinnerungen, mit vielen kleineren Souvenirs, mit unzähligen Fotos und neu gewonnenen Freunden am anderen Ende der Welt wurden die Schüler nach zwei Wochen von ihren Familien herzlich in Empfang genommen. An die entstehenden Fotoalben und Ordner können die Teilnehmer erstmals eigenhändig und voller kultureller und persönlicher Eindrücke das uns wohlbekannte Emblem „MADE IN CHINA“ hängen.
Foto: Ein Aufenthalt, der von großer Gastfreundschaft geprägt war: Eine Delegation von Schülern der Karl-Rehbein-Schule besuchte jetzt die Partnerschule im chinesischen Sanmen. Foto: Privat



