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Mit Hektor und Walze gegen den Adlerfarn

Mit Hektor und Walze gegen den Adlerfarn

Seit Sommer diesen Jahres ist eine neue Methode zur Landschaftspflege im Spessart im Einsatz.

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Es wurde aus England eine Adlerfarnwalze eingeführt, die vom Pferd gezogen wird und dadurch sehr landschaftsschonend die unerwünschte Ausbreitung des Adlerfarns eindämmt. Immer wieder gibt es bei der Kulturlandschaftspflege Probleme mit der Offenhaltung der Landschaft, die Bewirtschaftung durch Mahd und Beweidung wird in benachteiligten Gebieten wegen nicht mehr gegebener Rentabilität von der Landwirtschaft aufgegeben.

Große Anteile dieser aus landwirtschaftlicher Sicht unrentablen Ländereien sind aber aus Naturschutzsicht äußerst wertvoll, sie verfügen über große Artenvielfalt und seltene Tiere und Pflanzen. Sie stehen daher nicht selten unter Naturschutz, einige von ihnen sind sogar mit internationalem Schutzstatus versehen (z.B. das FFH-Gebiet Haseltal bei Bad Orb).

Seit einigen Jahren ist hier vor allem der Adlerfarn (Pteridium aquilinum) auf dem Vormarsch, ein äußerst schwierig zu bekämpfender Rhizom-Geophyt, d.h. die Farnwedel sterben oberirdisch jedes Jahr ab, unterirdisch kriecht dass Rhizom weiter und treibt weiter aus. Zudem ist dieser Farn für die meisten Nutztiere giftig.

Auch im Forstbereich macht der Adlerfarn große Probleme, junge Baumpflanzungen drohen von ihm überwuchert zu werden. Es gibt nun eine mögliche Lösung, zumindest für Teilgebiete: In England (wo diese Probleme schon früher als bei uns auftraten) wurde eine spezielle Adlerfarnwalze entwickelt, die mit Pferden landschaftsschonend zu ziehen ist und den Farn nachhaltig schädigt und so über einen Zeitraum hinweg das komplette Verschwinden des Farns bewirkt.

Eine solche Walze konnte nun vom Landschaftspflegeverband MKK angeschafft werden. Dafür erhielt er finanzielle Unterstützung von der Hit-Umweltstiftung aus NRW, der Stiftung Deutsche Landschaften und der Kreissparkasse Gelnhausen.

Als Partner vor Ort arbeitet die Familie Klaus und Matthias Schultheis aus Steinau –Marjoß mit ihrem Kaltblüter „Hektor“ nun mit dem Gerät. Die beste Jahreszeit zur Bekämpfung endet derzeit, so dass die intensive Arbeit in Feld und Wald ab 2014 gestartet wird. Wer am Einsatz der Walze Interesse hat, der wendet sich bitte an:

Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e. V. (www.lpv-mkk.de), Georg-Hartmann-Str. 5-7, 63637 Jossgrund, Telefon 06059/906 688, E-Mail info@lpv-mkk.de

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